Geschichte Österreichs

Als Händewaschen in der Medizin umstritten war: Ignaz Semmelweis und die richtige Handhygiene

Seit Ignaz Semmelweis und der Entdeckung der Ursachen des Kindbettfiebers weiß man: Richtige und regelmäßige Händereinigung kann lebensrettend sein. Und doch wurde der ungarische Arzt einst von seinen Kollegen verhöhnt, seine Theorie als Unsinn abgetan

Foto: Eugen Doby, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org
Foto: Eugen Doby, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org

Nicht erst in Zeiten des Coronavirus gilt: Händewaschen und Händedesinfektion sind einfache und wirksame Methoden, um die Verbreitung von Infektionskrankheiten einzudämmen. Diese Erkenntnis wurde bereits ab 1846 vom ungarischen Arzt Ignaz Philipp Semmelweis propagiert. Doch was heute selbstverständlich ist, war damals hochumstritten. Semmelweis' Theorie, dass Ärzte infolge mangelnder Händedesinfektion Krankheiten verbreiten, wurde kritisiert, verhöhnt und als spekulativer Unfug abgetan, Semmelweis – modern gesagt – gemobbt und ausgegrenzt. Die damals weitverbreitete Ansicht, Hygiene sei reine Zeitverschwendung, hatte unter vielen seiner Kollegen noch absolute Gültigkeit.

Ich stimme der Verwendung von Cookies für die Zwecke der Webanalyse und digitaler Werbemaßnahmen zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Meine Einwilligung kann ich hier widerrufen. Weitere Informationen finde ich in der Datenschutzerklärung.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später erneut.

Abo ohne Daten-Zustimmung

Mit einem derStandard.at PUR-Abo kann die gesamte Website ohne zustimmungspflichtige Cookies und ohne Werbung genutzt werden. Details zum Abo.

PUR-Abo