Paul Lendvai

Union der Heuchler

Nach einem Jahrzehnt der Warnungen und Proteste bekommt die so stark kritisierte Orbán-Regierung den Hebel zur Stärkung ihres Einflusses

Foto: APA/AFP/EMMANUEL DUNAND
Foto: APA/AFP/EMMANUEL DUNAND

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán stellte in seiner wöchentlichen Rundfunksendung am Freitag fest, dass Ungarn mit der Vergabe des Postens des EU-Erweiterungs- und Nachbarschaftskommissars an seinen Kandidaten Olivér Várhelyi den größten diplomatischen Erfolg der letzten zehn Jahre, d. h. seit der Amtsübernahme der Fidesz-Regierung, errungen habe. Dieses Portfolio sei das wichtigste in den kommenden fünf Jahren, weil dieses die Fragen der Migration und der Sicherheit berühre. „Es handelt sich um einen großen Triumph für uns, weil die ungarische Opposition und auch George Soros persönlich alles getan haben, um unseren Kandidaten zu Fall zu bringen“, sagte der höchst zufriedene Regierungschef. Abgesehen von den üblichen bizarren Ausfällen gegen den amerikanisch-ungarischen Investor und Philantropen hat Orbán recht.

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