Paul Lendvai

30 Jahre Mauerfall: Schatten über den Jubelfeiern

Der Erfolg der kommunistischen Wendehälse in den Folgejahren trug dann zur Verbitterung breiter Schichten bei, die vom Umschwung nicht profitierten

Foto: APA/HANS PUNZ
Foto: APA/HANS PUNZ

Der 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer am 9. November eröffnet die Serie der Jubelfeiern. Die Mittel- und Osteuropäer erinnern sich an den Zusammenbruch der kommunistischen Diktaturen und des Ostblocks. Die Feiern sind berechtigt: Noch nie in der Geschichte haben die Menschen in diesem Raum so frei und so gut gelebt wie heute. Die zehn neuen EU-Mitgliedsstaaten (Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn seit 2004, Bulgarien und Rumänien seit 2007) haben seit 1995 ihre reale Wirtschaftsleistung verdreifacht. Die jüngste Umfrage des PEW-Informationszentrums belegt, dass sich die große Mehrheit der Menschen – zum Beispiel 85 Prozent in Polen und Ostdeutschland, 82 Prozent in Tschechien und 72 Prozent in Ungarn – zum Mehrparteiensystem und zur Marktwirtschaft bekennt. Auch die Leistungen der Europäischen Union werden ähnlich positiv beurteilt.

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