Opernkritik

Offenbachs "Orphée aux enfers" in Salzburg: Rülpsen in der Unterwelt

Die Premiere bei den Festspielen gerät im Haus für Mozart zum virtuosen Klamauk. Regisseur Barrie Kosky erzeugt Kurzweil durch grelle Pointen

Foto: imago images / Ernst Wukits
Foto: imago images / Ernst Wukits

Es sind Szenen einer zermürbten Ehe – und Schuld daran trägt die Musik. Recht eitel gezupft, wird die Geige bei Herrn Orphée zum Folterinstrument. Er drangsaliert Gattin Eurydice mit nicht enden wollenden Kantilenen und provoziert Affekthandlungen. Es zertrümmert die Gemahlin die Vierseitige; nein, im Diesseits wird das nichts mehr mit dem Mythenpaar. Bevor der Scheidungsrichter an der Tür klopft, um Ruhe zu erflehen, geht es jedoch ab in die Unterwelt.

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