Blog: Geschichte Österreichs

NS-Sondergericht Wien: Heimtücke und heimliches Schlachten

Rund 3.600 Personen wurden zu teils drakonischen Strafen verurteilt. Es war ein bedeutendes Werkzeug zur Repression der Bevölkerung und zur Anpassung an die "neuen Verhältnisse"

Um ins Visier der nationalsozialistischen Justiz zu geraten, brauchte es nicht viel: Ein kritischer Kommentar über den Kriegsverlauf, das unerlaubte Schlachten eines Schweins, das Kopieren von Lebensmittelkarten oder das Sammeln von Zigaretten aus einem zerbombten Gebäude waren ein ausreichender Grund für Nachbarn, Verwandte und NSDAP-Funktionäre, ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger bei der Gestapo zu melden. Diese wiederum erstattete Anzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft, die bei den oben genannten Delikten die Anklage vor dem Sondergericht erhob.

Ich stimme der Verwendung von Cookies für die Zwecke der Webanalyse und digitaler Werbemaßnahmen zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Meine Einwilligung kann ich hier widerrufen. Weitere Informationen finde ich in der Datenschutzerklärung.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später erneut.

Abo ohne Daten-Zustimmung

Mit einem derStandard.at PUR-Abo kann die gesamte Website ohne zustimmungspflichtige Cookies und ohne Werbung genutzt werden. Details zum Abo.

PUR-Abo

Umgesetzt gemäß der SAFE-DATA-Initiative der österreichischen Medienunternehmen für mehr Sicherheit von Nutzerdaten.