Christoph Butterwegge

Neoliberalismus als Spielart des Sozialdarwinismus

Wer sich nicht rechnet, zählt auch nicht. In der Dauerkrise nimmt der Neoliberalismus sozialdarwinistische Züge an

Je mehr die globale Finanz-, Weltwirtschafts- und Währungskrise im Euro-Raum zur Normalität wird, umso stärker verändert sie nicht bloß die Arbeits- und Lebensbedingungen, sondern auch das Alltagsbewusstsein der Menschen und die politische Kultur der betroffenen Staaten. Gleichwohl ist die Sensibilität für etwaige Verwerfungen umso geringer, je stärker milliardenschwere "Rettungsschirme" für die Banken sowie den Euro (genauer: die Gläubiger und Besitzer entsprechender Staatsschuldtitel) ins Zentrum der Politik gerückt sind.

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